Schwerpunkte

Politische Schwerpunktthemen

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Schwerpunkt meiner Arbeit in der CSU Landtagsfraktion ist im Augenblick das Thema Bildung. Bildung  ist heute ein Schlüsselthema unserer Gesellschaft: Bildung entscheidet heute mehr denn je über die Zukunft jedes Einzelnen und über die Zukunft unseres Landes.

Der Auftrag an ein modernes Bildungssystem lautet ganz klar: Kein Talent darf verlorengehen! Dazu brauchen wir ein vielschichtiges Bildungssystem, das in der Lage ist, unsere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begabungsgerecht und individuell zu fördern. Dieses System muss so durchlässig sein, dass es in allen Bildungsabschnitten die Chancen zur individuellen Weiterentwicklung ermöglicht.

Bildung ist nicht nur die Aneignung von Wissen, Fakten und Fachkompetenz, Bildung ist in allererster Linie Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist Prozess der persönlichen Reifung, ein persönlicher Gewinn an Erkenntnis und Fähigkeiten, die dem einzelnen die Mitgestaltung des  gesellschaftlichen Lebens ermöglicht. Bildung ist damit auch ein zentrales soziales Thema des 21. Jahrhunderts: Eine gute Bildung ihrer Mitglieder erspart unserer Gesellschaft spätere soziale Reparaturleistungen!

Das bedeutet: Gute Bildungspolitik ist nachhaltige Zukunftspolitik. Deshalb ist Bildung auch das Schwerpunktthema der kommenden Legislaturperiode. Bayern will mit seinem leistungsstarken und leistungsorientierten Bildungssystem jedem Einzelnen einen persönlichen Bildungserfolg ermöglichen. Deshalb halten wir an einem differenzierten Schulangebot, das jedem Einzelnen die besten Bildungschancen  eröffnet, fest. Deshalb sagen wir: Individuelle Förderung statt Einheitsschule!

Wenn wir unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Begabungen fördern wollen, brauchen wir auch unterschiedliche Angebote -  und zwar in jeder Lebens- und Bildungsphase. Nur dann ist ein Bildungswesen gut, gerecht und zeitgemäß. Nur auf diesem Weg kann es uns gelingen, die unterschiedlichsten Talente in unserer Gesellschaft zu fördern. Das Bayerische Bildungswesen ist ein System wiederkehrender Chancen. Sorgsam ausdifferenziert mit hoher Durchlässigkeit.

Die Anforderungen an ein modernes Bildungssystem sind komplex. Wer suggeriert, mit einfachen, eindimensionalen Vorstellungen oder gar ideologischen Grabenkämpfen ein leistungsfähiges Bildungssystem erschaffen zu können, ist schlicht und einfach auf dem Holzweg. Kurz gesagt: Unser bildungspolitisches Handeln muss darauf ausgerichtet sein, dass wir nicht in Strukturen, sondern in Köpfe investieren!

Das Ziel unserer Bildungspolitik ist es, den Bildungsstandort Bayern kontinuierlich zu verbessern. Dazu sind eine Reihe von Maßnahmen nötig, für die ich mich im Landtag einsetzen werde:

  • Die Reduzierung der Klassengrößen und die Verstärkung der individuellen Förderung
  • Den Ausbau bedarfsgerechter und flächendeckender Ganztagsangebote
  • Den Erhalt wohnortnaher Schulen und die Gestaltung von Bildungsregionen
  • Die weitere Verbesserung der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund
  • Die Weiterentwicklung der Lehrerbildung und -fortbildung
  • Den Dialog in allen Bildungsfragen mit Schülern, Eltern, Lehrern und Kommunen
  • Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Schulwesen (Inklusion)

Inklusion


Lassen Sie mich kurz den Begriff "Inklusion", wie er in der bayrischen Bildungspolitik verwendet wird, erklären:

Die Inklusion hat zum Ziel, dass in Bayern Schüler mit und ohne Behinderung eine selbstverständliche Gemeinschaft in den allgemeinen Schulen bilden.
Basis für diese Zielsetzung ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die Anfang 2009 in Deutschland in Kraft trat. Sie erklärt Heterogenität zum Normalfall und macht inklusiven Unterricht zur Aufgabe aller Schularten und Schulen.
Im Schuljahr 2011/2012 wurde in Bayern das Schulprofil Inklusion eingeführt. Im Augenblick werden 41 Volksschulen in diesem Schulprofil betrieben; insgesamt haben wir in Bayern 86 inklusive Schulen.
Eine inklusive Schule ermöglicht die bestmögliche Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf in der Sprengelschule, realisiert gemeinsames Lernen in Gruppen- und Klassenstrukturen und hat darüber hinaus die gesamte Schule als Lern- und Lebensraum für alle Kinder und Jugendlichen im Blick.
Es ist Aufgabe der Schulentwicklung, Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Begabungen, Lernvoraussetzungen und mit verschiedener Sozialisation zu unterstützen. Mit der Akzeptanz von Heterogenität - wie sie die Inklusion fordert - geht die Forderung nach einem Unterricht einher, der sich durch individualisierende Lernmöglichkeiten auszeichnet.
Die inklusive Schule entspricht damit dem Leitprinzip des bayerischen Bildungswesens:
Begabungsgerechte, individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler.

Die Familie ist das solide Fundament unserer Gesellschaft. Sie ist die elementare Basis dafür, in welcher Gesellschaft wir leben und leben werden. Diese Gesellschaft muss es heute den Menschen ermöglichen, auf unterschiedliche Art Familie leben können - selbstbestimmt und ohne Zukunftsangst!
Alle Familienangehörige erfahren durch unsere Politik Unterstützung, als Berufstätige ebenso wie als Hausfrauen oder Hausmänner, als Alleinerziehende genauso wie im generationenübergreifenden Familienbund. Familienpolitik darf sich dabei nicht nur auf Eltern und ihre Kinder beschränken; die Großelterngeneration übernimmt in unseren Familien oft eine tragende Rolle, die es ebenso zu fördern gilt.

Wir in der CSU bauen unser Konzept für eine familien- und kindergerechte Politik auf den Wünschen und Bedürfnissen von Eltern und Kindern auf.
Familien stehen heute vor anderen Herausforderungen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Frauen sind häufig erwerbstätig und wollen oder müssen Erwerbstätigkeit und Familie miteinander verbinden.

Hinzu kommt, dass die Eltern auch die Versorgung der älteren Familienmitglieder mehr und mehr übernehmen. Sie sind also oft für die Erziehung und Betreuung ihrer eigenen Kinder, für den Gelderwerb und für die Versorgung der eigenen Eltern und Schwiegereltern verantwortlich. Wir brauchen deshalb neue Formen der Unterstützung von Familien, die ihre kleinen Kinder und ihre eigenen Eltern versorgen!

Die Arbeitswelt hat sich stark verändert. So ist es in vielen Berufen heute kaum noch möglich (über einen längeren Zeitraum) auszusetzen. Die Wirtschaft ist gefordert sich neue Lösungen zu überlegen, wie Erwerbstätigkeit und Familie besser vereinbart werden kann. Gerade aufgrund des drohenden Fachkräftemangels kann auf die Arbeitskraft der Frauen nicht dauerhaft verzichtet werden.

Viele Frauen finden nach der Familienphase wieder einen Arbeitsplatz, jedoch häufig nicht ihrer Qualifikation entsprechend. Zudem müssen Elternteile oft in Teilzeit arbeiten, um Familie und Erwerbstätigkeit vereinbaren zu können. Fast die Hälfte der in Teilzeit beschäftigten Frauen würden jedoch gerne mehr Stunden arbeiten, als in ihrem Unternehmen möglich ist! Auch wenn die Kinder älter sind, können die in Teilzeit Erwerbstätigen oft nicht aufstocken und landen in der sogenannten „Teilzeitfalle“ - sie können weniger Rentenanwartschaften erwerben und ihnen droht die Altersarmut. Das bedeutet: Allgemein muss der Wiedereinstieg in den Beruf passgenauer organisiert werden, eine berufliche Weiterentwicklung muss auch nach einer Familienpause möglich sein!
Ein mögliches Instrument gegen diese Gefahr und für einen erfolgreichen Wiedereinstieg nach Familienpausen kann das Modell der Teilqualifikation sein, die eine berufliche Weiterbildung im Betrieb ermöglicht.

Auch die die Rolle der Väter haben sich verändert. Sie wollen mehr Anteil an der Erziehung ihrer Kinder nehmen und sind oftmals bereit dafür gegebenenfalls auch ihre Karriere zu unterbrechen. Die Arbeitswelt muss sich auch darauf einstellen und adäquate Lösungen anbieten. Kinder haben ein Recht auf Vater und Mutter. Sie brauchen männliche und weibliche Vorbilder für ihre Identitätsentwicklung.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir brauchen keine berufsgerechten Familien, sondern familiengerechte Berufe!

Sozialpolitik zielt traditionell auf den Schutz vor Armut, die Hilfe in Notlagen und die Prävention vor sozialem Abstieg. Durch die immer größere Bedeutung von Themen wie Kinderbetreuung und Pflege stellt sich darüber hinaus die grundsätzliche Frage, die in Zukunft stärker in den Mittelpunkt unseres Sozialsystems rücken wird: Was ist uns die Arbeit am Menschen wert?

Bei dem Thema Sozialpolitik ist es mir eine Herzensangelegenheit, über die bekannten Schlagworte "Prävention", "Vorsorge" und "Unterstützung" hinaus einen Blick auf die neuen Herausforderungen zu werfen, die uns schon heute betreffen, vor allem aber auch im Lauf der nächsten Jahre beschäftigen werden. Ein bekanntes aktuelles Beispiel ist die Kinderbetreuung, die durch den garantierten Anspruch auf einen Krippenplatz im Fokus öffentlichen Interesses steht. Doch gerade der Bereich der Pflege und der Betreuung im Alter wird aufgrund der Altersstruktur unserer Gesellschaft immer stärker an Bedeutung gewinnen. Diesen gesellschaftspolitischen Aufgaben können wir uns nur dann erfolgreich stellen, wenn wir uns intensiv mit der Frage auseinandersetzen, was uns die Arbeit am Menschen wert ist.

Dies betrifft unter anderem die gesellschaftliche Wertschätzung gegenüber den Personen, die in diesen Bereichen arbeiten: Erzieherinnen und Erzieher, Pflegekräfte, medizinisches und therapeutisches Personal, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Ansehen dieser Berufsgruppen spiegelt in keiner Weise ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft wieder. Diesem Missverhältnis müssen wir entgegentreten, um mehr Menschen - gerade junge Menschen - für diese Berufsgruppen zu gewinnen. Das wird nur gelingen, wenn höheres gesellschaftliches Ansehen und gute berufliche Perspektiven - dazu gehört auch ein angemessenes Gehalt - Hand in Hand gehen.

Die Frage nach dem Wert der Arbeit am Menschen schließt genauso die Wertschätzung und Unterstützung für die Arbeit ein, die innerhalb der Familien im Bereich der Erziehung der Kinder sowie der Betreuung und Pflege von Angehörigen geleistet wird. Wertschätzung bedeutet hier: Unterstützung, sowohl in finanzieller Hinsicht, gerade aber auch in organisatorischen Belangen. Wir sehen beispielsweise, dass viele Menschen erst im hohen Alter in ein Seniorenheim gehen. Sie möchten möglichst lange zuhause versorgt und gepflegt werden. Oftmals leisten Familienangehörige aufopferungsvoll große Arbeit. Dieses Engagement verdient mehr Unterstützung!

Was ist uns die Arbeit am Menschen wert? Um es deutlich zu sagen: Jenseits aller Schlagworte hat unsere Sozialpolitik dafür zu sorgen, dass die Würde des Einzelnen unantastbar bleibt!

Von der wirtschaftspolitischen Seite gilt es, den Mittelstand als wirtschaftliche und gesellschaftliche Säule unserer Kommunen zu unterstützen - beispielsweise durch die Förderung des Dialogs innerhalb der regionalen Wirtschaftsräume, aber auch durch den Abbau von Bürokratie.
Wir dürfen nicht vergessen: Der Mittelstand hat in den Kommunen eine enorme gesellschaftliche Bedeutung. Er hat großen gestalterischen Einfluss auf das gesellschaftliche Leben in den Gemeinden und trägt vielfach ehrenamtliches und soziales Engagement in den Gemeinden.

Als Abgeordnete des südlichen Landkreises München bin ich aufgrund der vielen Wirtschaftsunternehmen viel in Sachen Wirtschaftspolitik in meinem Stimmkreis unterwegs.
Der Landkreis zeichnet sich dabei durch seine wirtschaftliche Vielfalt, das erfolgreiche Miteinander großer Firmen und kleinerer mittelständischer Unternehmen aus.

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt zudem einige sehr ambitionierte Projekte, die unsere Region in den nächsten Jahren zu einer internationalen Innovationsdrehscheibe für Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln soll. Zu nennen sei hier insbesondere der Bavarian International Campus Aerospace & Security (BICAS) in Ottobrunn/Taufkirchen.

Ferner finden im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) Martinsried junge Unternehmer und Firmengründer aus dem Bereich Life-Science eine optimale Infrastruktur zur wirtschaftlichen Umsetzung ihrer Produkt- bzw. Dienstleistungsideen.

In meiner Tätigkeit als Abgeordnete in meinem Stimmkreis geht es mir nicht darum, die jeweiligen Firmen fachlich zu beraten – dazu sind die Firmen selbst besser in der Lage –  ich bin vielmehr gefordert, genau das anzuwenden, was ich in meinem Studium gelernt habe:

Die wesentliche Herausforderung besteht nämlich genau darin, unterschiedlichste Persönlichkeiten mit oft sehr differenzierten Sichtweisen an einen Tisch zu bekommen, Kommunikationsstrukturen aufzubauen und zwischen den verschiedenen Unternehmen als Vermittler aufzutreten.
In dieser Vermittlerrolle liegt mein Augenmerk darauf, den Mittelstand auf politischer Ebene zu unterstützen, damit ihm in der bayerischen Politik die Stellung zukommt die ihm zusteht. Mein Ziel ist es, die mittelständischen Unternehmen genauso wie die „großen“ zufrieden zu stellen und ihnen einen Zugang zu den nötigen politischen Schnittstellen zu ermöglichen.

Der Mittelstand ist die stabile wirtschaftliche Säule unserer Gesellschaft. Er ist und bleibt unser Innovationsmotor und ist darüber hinaus der größte Arbeitgeber in Bayern! Im Mittelstand wird der Großteil des Steueraufkommens generiert, sowie der breite Wohlstand unseres Landes sichergestellt.

Für mich ist es von entscheidender Bedeutung, dass es unserer Wirtschaftspolitik gelingt, angemessen zwischen den Bedürfnissen des heimischen Mittelstandes und global agierenden Großfirmen („global Players“) zu unterscheiden. Beide Bereiche unterliegen grundverschiedenen Bedingungen und Anforderungen und haben dementsprechend unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen.

Mein Anliegen ist es, den Mittelstand mit aller Kraft politisch zu unterstützen!

Abschließend möchte ich hinzufügen: Bedingt durch meine frühere freiberufliche Tätigkeit hat es für mich große Bedeutung, neben den Ideen der Firmen und Konzerne auch die Ideen und die Leistungen der Freiberufler zu hören und in den politischen Prozess mit einfließen zu lassen.


Stimmkreisbüro Kerstin Schreyer

Parkstraße 19
82008 Unterhaching
Telefon : 089/66557816
Telefax : 089/66557818